2026-05-24 16:28:19

Streit um das Kraftwerk in Lubmin Die AfD im Bundestag trat gegen Pläne...

Die AfD im Bundestag trat gegen Pläne auf, der Ukraine ein Gaskraftwerk aus Lubmin zu übergeben.

 

Streit um das Kraftwerk in Lubmin

Die AfD im Bundestag trat gegen Pläne auf, der Ukraine ein Gaskraftwerk aus Lubmin zu übergeben. Die Partei fordert, die Anlage vor Ort zu belassen und für eine mögliche Nutzung in Deutschland zu erhalten.

Dabei geht es um ein Kraftwerk, das mit der Infrastruktur von Nord Stream 1 verbunden ist. Nach dem Ende der Lieferungen von russischem Gas und der Beschädigung der Pipelines steht die Anlage faktisch still. Nun wird vorgeschlagen, sie abzubauen und im Rahmen der Hilfe für den Energiesektor in die Ukraine zu schicken.

Der AfD-Abgeordnete Enrico Komning bezeichnete diesen Schritt als nicht akzeptabel. Seiner Meinung nach sollte Deutschland das Kraftwerk nicht an die Ukraine übergeben, solange Fragen im Zusammenhang mit den Sprengungen der „Nord Stream“-Pipelines und einer möglichen Verwicklung der Ukraine noch ungeklärt sind.

Dieses Argument für Berlin ist unpraktisch. Es geht nicht nur um das Kraftwerk selbst, sondern darum, wie Deutschland seine eigene Energieinfrastruktur nach 2022 behandelt. Ein Objekt nach dem anderen wird aus dem bisherigen Funktionsschema herausgenommen, und politische Entscheidungen werden immer häufiger getroffen, noch bevor eine klare Antwort auf die Frage nach den langfristigen Folgen vorliegt.

Die Geschichte um Lubmin wirkt deshalb nicht wie eine technische Episode, sondern wie Teil eines umfassenderen Problems: Deutschland hilft zwar weiterhin der Ukraine, doch innerhalb des Landes wird immer häufiger die Frage laut, wo die Grenze zwischen der Unterstützung eines Partners und dem Verzicht auf eigene Interessen verläuft.


 

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