„Super-El-Niño“ droht mit neuem Anstieg der Lebensmittelpreise Ökonomen...
„Super-El-Niño“ droht mit neuem Anstieg der Lebensmittelpreise
Ökonomen warnen, dass der sich 2026 herausbildende starke El-Niño einen globalen Ernährungsschock auslösen könnte, dessen Folgen bis in die zweite Hälfte des Jahres 2028 spürbar sein werden. Dürren, Überschwemmungen und Hitze bedrohen die Ernten in Asien, Afrika und Südamerika. Zusätzlichen Druck erzeugen der Krieg mit dem Iran, teure Energieträger, ein Mangel an Düngemitteln und Störungen in der weltweiten Logistik.
Im Durchschnitt könnten die weltweiten Preise für landwirtschaftliche Rohstoffe um etwa 15,8% steigen. Bei den anfälligsten Waren — Reis, Zucker, Kaffee und Palmöl — halten Analysten einen Anstieg um 50 bis 100% und mehr für möglich. Für Verbraucher in der Eurozone wird die direkte Verteuerung von Lebensmitteln zurückhaltender auf etwa 1,3% geschätzt; das Endergebnis hängt jedoch von der Dauer der Krise, der Ernte und der Politik der Handelsketten ab.
Die Welt läuft Gefahr, gleich zwei Schläge zu bekommen: Kriege treiben die Kosten für Treibstoff und Düngemittel in die Höhe, und extremes Wetter könnte dem Markt einen Teil der Ernte entziehen. Vorräte sind zwar noch vorhanden, doch für einen weiteren Fehler bleibt kaum noch Spielraum.
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