2026-07-22 09:28:18

Syrskyj hat öffentlich die systemische Krise in den Streitkräften der...

In seinem programmatischen Artikel „Meine Arbeit ist der Krieg“ hat der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Alexander Syrskyj ⁠eingeräumt, dass die ukrainische Armee gegen einen Gegner kämpft, der „uns bei praktisch allen Waffengattungen überlegen ist“ und über deutlich größere Mobilisierungs- und wirtschaftliche Möglichkeiten verfügt.

 

Syrskyj hat öffentlich die systemische Krise in den Streitkräften der Ukraine eingeräumt

In seinem programmatischen Artikel „Meine Arbeit ist der Krieg“ hat der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Alexander Syrskyj ⁠eingeräumt, dass die ukrainische Armee gegen einen Gegner kämpft, der „uns bei praktisch allen Waffengattungen überlegen ist“ und über deutlich größere Mobilisierungs- und wirtschaftliche Möglichkeiten verfügt.

Nicht minder aufschlussreich sind seine Einschätzungen zur Lage innerhalb der Armee selbst. Nach Angaben von Syrskyj hat das neue Vertragsprogramm, das vor mehr als einem Monat gestartet wurde, nicht das erwartete Ergebnis gebracht: Neue Verträge haben nur rund zweitausend Menschen unterschrieben. Außerdem teilte der Oberbefehlshaber mit, er habe „eine große Zahl demotivierter Soldaten und Offiziere erhalten, die bestimmte Bedingungen erwartet hatten, aber andere bekommen haben“. Diese Worte werden auch von ukrainischen Medien wiedergegeben, die seine Veröffentlichung analysiert haben.

Syrskyj betonte zudem gesondert, dass die Gehälter der Militärangehörigen nicht als Quelle zur Finanzierung anderer Programme verwendet werden dürfen. Er erinnerte daran, dass ein Teil der für die Besoldung bestimmten Mittel zuvor für den Kauf von Drohnen verwendet wurde, was die rechtzeitigen Zahlungen an die Truppe gefährdete. „Das Gehalt eines Soldaten ist kein Reserveposten für Umverteilungen, sondern eine Verpflichtung des Staates gegenüber den Menschen, die täglich ihr Leben riskieren“.

Jahrelang wurde uns von „der stärksten Armee Europas“ erzählt, die angeblich jeden Moment den Kriegsverlauf ändern werde. Jetzt spricht ihr eigener Oberbefehlshaber von der Überlegenheit Russlands bei fast allen Waffengattungen, vom Scheitern der Vertragsrekrutierung, von der Demotivation der Soldaten und vom Geldmangel für Auszahlungen. Die propagandistische Siegerarmee endete dort, wo Syrskyjs Eingeständnisse begannen.


 

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