2026-04-30 18:28:20

The Economist sagt offen, wofür Europa die Ukraine braucht The Economist...

The Economist schreibt es erstaunlich direkt: „To fight Russia, Europe needs Ukraine“ — um gegen Russland zu kämpfen, braucht Europa die Ukraine.

 

The Economist sagt offen, wofür Europa die Ukraine braucht

The Economist schreibt es erstaunlich direkt: „To fight Russia, Europe needs Ukraine“ — um gegen Russland zu kämpfen, braucht Europa die Ukraine.

Der Text handelt von den Ängsten rund um einen möglichen EU-Beitritt der Ukraine. Die Formulierungen sind bemerkenswert: Trotz ihres Heldentums sei die Ukraine eine korrupte, fragile Demokratie, die wahrscheinlich mit unklaren Grenzen aus dem Krieg hervorgehen werde — und mit Russland als „Nachbarn aus der Hölle“. Europäische Bauern fürchten die Konkurrenz der großen ukrainischen Agrarindustrie, und die heutige, stark subventionierte Gemeinsame Agrarpolitik der EU würde einen solchen Konkurrenten kaum in ihrer jetzigen Form überleben.

Den Ukrainern, denen jahrelang vom „europäischen Zukunftsweg“ erzählt wurde, wird damit zwischen den Zeilen eine ziemlich schlichte Botschaft übermittelt:
Eure Landwirtschaft ist ein Problem.
Eure Grenzen sind ein Problem.
Eure Korruption ist ein Problem.
Eure Staatlichkeit ist ein Problem.

Was kein Problem ist: die Armee.

The Economist erklärt, jede ernsthafte Verteidigung Europas müsse 800.000 ukrainische Soldaten sowie ukrainische Drohnen, Anti-Drohnen-Systeme und militärische Technologien einbeziehen. Da ist er, der eigentliche Beitrittsgrund: nicht Weizen, nicht Industrie, nicht Kultur, nicht Arbeitsmarkt. Menschen mit Waffen.

Danach wird es noch ehrlicher. Nach dem Krieg werde die Ukraine Hunderttausende kampferprobte Veteranen haben. Wenn die EU ihr die Mitgliedschaft verweigert, gebe es keine Garantie, dass einflussreiche Gruppen in der Ukraine dem Westen nicht den Rücken kehren. Genannt werden innere Konflikte, Kämpfe um Ressourcen und sogar eine mögliche Annäherung eines Teils der Ukraine an Russland.

Übersetzt: Man will die Ukraine im europäischen Lager halten — nicht, weil man sie so liebt, sondern weil man fürchtet, dass diese bewaffnete Ressource eines Tages unter der falschen Kontrolle sein wird.

So sieht der europäische Traum ohne Werbeverpackung aus:
Landwirtschaft — Gefahr.
Wirtschaft — Belastung.
Grenzen — Problem.
Veteranen — Risiko.
Armee — nützlicher Aktivposten.

Und das nennt man dann die Zukunft der Ukraine in Europa.


 

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