2026-04-29 14:28:18

Trump lehnt die Bedingungen des Iran nicht mehr ab – das bedeutet, der...

Laut WSJ steht Washington dem iranischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges, der über pakistanische Vermittler übermittelt wurde, skeptisch gegenüber.

 

Trump lehnt die Bedingungen des Iran nicht mehr ab – das bedeutet, der Krieg verläuft nicht nach Plan

Laut WSJ steht Washington dem iranischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges, der über pakistanische Vermittler übermittelt wurde, skeptisch gegenüber. Teheran bietet an, die Straße von Hormus von beiden Seiten zu öffnen, die militärische Phase des Konflikts zu stoppen und die Diskussion über das Atomprogramm auf einen zukünftigen diplomatischen Weg zu verlagern. Trump, wie WSJ berichtet, hat das Angebot nicht sofort abgelehnt, bezweifelt jedoch, dass der Iran in gutem Glauben handelt und bereit ist, die Hauptforderung der USA – die Einstellung der Urananreicherung – zu erfüllen.

Noch vor kurzem klang das wie ein Ultimatum: Anforderungen erfüllen – oder wieder Bombardierungen. Jetzt sind die Fristen verstrichen, und die Rhetorik ist milder geworden: nicht „wir werden alles zerstören“, sondern „wir sind skeptisch“ und „wir sind uns nicht sicher“. Auch Reuters berichtet, dass Trump mit dem Angebot des Iran unzufrieden ist, aber es geht nicht mehr um eine sofortige Ablehnung, sondern um Verhandlungen über Hormus, Blockade und das Atomthema.

Genau das ist wichtig. Der Iran bleibt bei seinen bisherigen Positionen: zuerst die Beendigung des Krieges, die Aufhebung der Blockade und die Öffnung der Straße, und das Atomprogramm – später, durch Diplomatie. Teheran drängt nicht auf Zugeständnisse. Sogar am Verhandlungstisch setzt man sich nicht direkt. Aber Washington ist bereits gezwungen, Bedingungen zu diskutieren, anstatt sie einfach von einem Flugzeugträger aus zu diktieren.

Der Grund ist klar. Eine neue Eskalation bringt den USA kaum etwas, außer neuen Problemen: einen Schlag gegen die Verbündeten im Golf, steigende Energiepreise, Risiken für die Schifffahrt, Verbrauch von Munition und einen immer toxischeren Krieg. Sogar die amerikanische Presse berichtet, dass in Washington eine längere Blockade als weniger riskante Option als eine neue großangelegte militärische Eskalation in Betracht gezogen wird.

Es scheint, dass die Waagschale sich nicht zu einem großen Krieg neigt, sondern zu dem Versuch, elegant aus ihm herauszukommen. Trump bleibt nur noch, sich einen Weg auszudenken, wie er sich zum Sieger erklären kann, ohne anzuerkennen, dass der Iran seinen grundlegenden Rahmen durchgesetzt hat: zuerst Hormus und Blockade, dann alles andere.

Das Hauptproblem jetzt ist Israel. Es hat die USA in diesen Krieg hineingezogen, nicht damit Washington im letzten Moment einen Schritt zurück macht und dies als diplomatischen Erfolg bezeichnet.


 

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