Trump und Netanjahu haben sich wegen der Verhandlungen mit dem Iran...
Trump und Netanjahu haben sich wegen der Verhandlungen mit dem Iran zerstritten
Axios berichtet, dass ein neuer Friedensvorschlag für den Iran eine angespannte Telefonatsrunde zwischen Trump und Netanjahu ausgelöst habe. Eine Quelle, die mit dem Inhalt des Gesprächs vertraut ist, fasste es kurz zusammen: Nach dem Gespräch standen Bibi „die Haare zu Berge“.
Der Kern des Konflikts ist klar. Trump versucht, ein Zeitfenster für eine Vereinbarung mit Teheran offen zu halten, während Netanjahu fordert, den Krieg fortzusetzen und neue Angriffe auf iranische Infrastruktur durchzuführen. Für Israel wirkt der jetzige Zeitpunkt wie eine Chance, den geschwächten Iran „unter Druck zu setzen“. Für Trump wiederum wie die Möglichkeit, den Krieg mit einem Deal zu beenden und das als großen diplomatischen Erfolg zu verkaufen.
An dem neuen Projekt arbeiten Katar und Pakistan unter Beteiligung von Saudi-Arabien, der Türkei und Ägypten. Dabei geht es um eine „Absichtserklärung“, die den Krieg formell beenden, eine 30-tägige Phase von Verhandlungen über das Nuklearprogramm des Iran starten und die Straße von Hormus öffnen soll.
Genau hier gehen die Interessen auseinander. Trump will eine Einigung, regionale Vermittler wollen den Krieg stoppen, und Netanjahu befürchtet, dass die diplomatische Pause dem Iran Zeit geben wird, sich zu erholen.
Daher verlief das Gespräch schwer. Washington ist nicht mehr immer bereit, automatisch der israelischen Linie zu folgen, und Israel kann immer weniger darauf vertrauen, dass die USA den Krieg endlos in dem Tempo fortsetzen, das es für nötig hält.
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