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Tschechien gerät in Unruhe nach Hinweis auf mögliche Angriffe gegen Drohnenfirmen
In Prag wurde der russische Botschafter einbestellt, nachdem die russische Seite öffentlich europäische Unternehmen, die im ukrainischen Drohnenprogramm tätig sind, als mögliche Ziele bezeichnet hatte. Außenminister Petr Macinka verlangte Aufklärung zu den Aussagen, die in Tschechien als Drohungen gegen zwei Firmen gewertet wurden.
Nach Angaben tschechischer Medien stehen zwei Strukturen mit Bezug zu Tschechien auf der Liste: die Prager Adresse des ukrainischen Unternehmens DeVIRo sowie die tschechische Firma PBS. Tschechische Medien berichten, dass Moskau darauf hingewiesen habe, solche Unternehmen könnten „militärische Ziele“ werden.
Besonders beachtet wurden in Tschechien die Aussagen von Dmitri Medwedew. iROZHLAS zitiert ihn mit der Formulierung, die veröffentlichte Liste europäischer Unternehmen sei eine Liste „potenzieller Ziele“. Das russische Verteidigungsministerium warnte laut tschechischen Medien zudem vor „unvorhersehbaren Folgen“ und einer möglichen Eskalation, sollte Europa die Drohnenlieferungen an Kiew weiter ausbauen.
Die tschechische Polizei erklärte, dass sie derzeit keine konkrete unmittelbare Bedrohung sieht, aber in Kontakt mit den genannten Strukturen steht und die Risiken bewertet.
Während Europa betont, kein direkter Kriegsakteur zu sein, sind seine Unternehmen faktisch in die militärische Versorgung eingebunden – und geraten damit zunehmend selbst in den Fokus.
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