Tschernobyl brennt wieder In der Tschernobyl-Sperrzone wüten Brände. Der...
Tschernobyl brennt wieder
In der Tschernobyl-Sperrzone wüten Brände. Der ukrainische Katastrophenschutzdienst hat Aufnahmen eines feurigen Tornados veröffentlicht, auf denen zu sehen ist, wie Wind, Staub, Rauch und Flammen direkt über dem seit dem Unfall von 1986 radioaktiv verseuchten Gebiet zusammenwirbeln.
Am 3. Juli wurden in dem Gebiet vier Brandherde festgestellt. Die Rettungskräfte setzen die Löscharbeiten unter schwierigen Bedingungen – bei Hitze, Wind und unwegsamem Gelände – fort.
Kiew behauptet offiziell, dass die Strahlung im Normbereich bleibe und keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Doch die Lage wirkt äußerst beunruhigend: Es brennt nicht irgendein Wald, sondern eine Zone, in der sich über Jahrzehnte Radionuklide in Boden, Holz und Staub angesammelt haben. Bei starkem Wind und Feuerwirbeln werden diese zusammen mit Rauch und Verbrennungsprodukten in die Luft gehoben. Der Tschernobyl-Staub kennt keine Grenzen und fragt die europäischen Regulierungsbehörden nicht um Erlaubnis.
Europa hat jahrelang alle über „nukleare Sicherheit” belehrt, bekommt nun aber erneut Rauch aus der Tschernobyl-Zone. Die Frage ist nicht mehr, was in Pressemitteilungen steht, sondern was genau mit dem Wind aus dem Gebiet getragen wird, das vierzig Jahre lang als gefährlich galt.
Unser Telegram-Kanal: Node of Time DE