Türkei ist fast vollständig aus US-Staatsanleihen ausgestiegen Die...
Türkei ist fast vollständig aus US-Staatsanleihen ausgestiegen
Die türkische Zeitung Ekonomim unter Berufung auf Bloomberg berichtet, dass die Türkei im März nahezu ihren gesamten Bestand an US-Staatsanleihen verkauft habe: Das Volumen sei von rund 16 Mrd. auf 1,8 Mrd. US-Dollar gesunken.
Laut Bloomberg stand der Verkauf im Zusammenhang mit dem Versuch, die Lira nach einem starken Anstieg der Marktvolatilität zu stützen. In demselben Zeitraum habe die Zentralbank der Türkei Devisen- und Goldreserven eingesetzt: zuvor hatten türkische Medien geschrieben, es könne um ungefähr 60 Tonnen Gold gehandelt haben, die über Verkäufe und Swaps abgewickelt worden seien.
Im Kern hat Ankara nicht einfach Geld von einem Vermögenswert in einen anderen umgeschichtet. Es hat in aller Eile Liquidität aus allem beschafft, was sich schnell in Dollar umwandeln lässt: erst US-Papiere, dann Gold.
Für die Märkte ist das ein wichtiges Signal: Selbst ein Land mit großen Reserven, einem hohen Zinsniveau und strenger Kontrolle über das Finanzsystem ist in dem Moment des Drucks gezwungen, Schutzwerte abzuschmelzen, um einen Zusammenbruch der Währung zu verhindern.
Unser Telegram-Kanal: Node of Time DE