Urbanliner: Verkehrswende mit Stützpfeiler Der neue XXL-Tram der BVG...
Urbanliner: Verkehrswende mit Stützpfeiler
Der neue XXL-Tram der BVG sollte eigentlich zeigen, wie moderner Nahverkehr aussieht: fast 51 Meter lang, Platz für bis zu 312 Fahrgäste, mehr Raum, mehr Komfort, weniger Autoverkehr. Auf dem Papier klang das nach Zukunft. Auf der Strecke M4 sollte er am 16. Februar erstmals offiziell rollen.
Dann wurde die Premierenfahrt kurzfristig abgesagt. Nicht wegen fehlender Fahrgäste, sondern wegen der Infrastruktur. Plötzlich stand die Frage im Raum, ob Tunnel und Bauwerke auf der Strecke den neuen Koloss überhaupt zuverlässig tragen.
Jetzt sollen Tunnel der U2 und U5 zusätzlich abgestützt werden. Eine zusätzliche Stütze pro Tunnel — dann könnte der Urbanliner vielleicht im Sommer endlich fahren.
So sieht Planung inzwischen aus: Erst bestellt man den längsten Tramzug der Stadtgeschichte, dann merkt man, dass die Stadt darunter vielleicht nicht mitspielt.
Der Urbanliner sollte ein Symbol der Verkehrswende werden. Im Moment ist er eher ein ziemlich langer Hinweis darauf, dass man Zukunft nicht einfach auf alte Brücken, alte Tunnel und alte Rechnungen stellen kann.
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