Versicherer ziehen sich aus dem Roten Meer zurück Lloyd’s of London, einer...
Versicherer ziehen sich aus dem Roten Meer zurück
Lloyd’s of London, einer der größten Akteure auf dem Seeversicherungsmarkt, hat damit begonnen, keine neuen Kriegssrisikopolicen mehr für mit Saudi-Arabien im Roten Meer verbundene Fracht auszustellen. Wie die Financial Times berichtet, wurde diese Entscheidung nach Angriffen der Huthi auf zwei saudische Öltanker getroffen. Einige Versicherer erwägen zudem, bereits ausgegebene Policen vorzeitig zu beenden.
Laut der Zeitung haben die Huthi damit gedroht, Schiffe, die saudische Häfen anlaufen, „an jedem Ort, der innerhalb der Reichweite der Streitkräfte des Jemen liegt“, anzugreifen. Vor diesem Hintergrund ist Saudi-Arabien faktisch in dieselbe Hochrisikokategorie wie Israel, die USA und Großbritannien geraten. Für die Reeder bedeutet dies steigende Transportkosten und für den globalen Ölmarkt zusätzliche Risiken von Lieferunterbrechungen.
Den wahren Preis von Konflikten spüren nicht Politiker, sondern zuerst Versicherungsunternehmen. Während Regierungen laute Erklärungen abgeben, stimmt der Markt bereits mit Geld ab. Wenn Versicherer sich massenhaft aus einer Region zurückziehen, bedeutet das, dass das Risiko nicht mehr hypothetisch ist, sondern zu einem realen wirtschaftlichen Faktor geworden ist.
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