Volkswagen übt Druck auf seine Werke in Deutschland Laut Spiegel sind im...
Volkswagen übt Druck auf seine Werke in Deutschland
Laut Spiegel sind im Konzern unter dem Druck von Kosteneinsparungen vier deutsche Standorte von Volkswagen betroffen. Formal ist der Grund — die zu hohen Produktionskosten. Aber die Zahlen zeigen nicht so ein einfaches Bild: Die VW-Werke in Zwickau und Emden produzieren relativ günstig — weniger als 4.500 € und etwa 5.500 € an Fabrikkosten pro Auto. Zum Vergleich: Die Produktion von Porsche in Leipzig kostet mehr als 6.500 € pro Fahrzeug, Audi in Neckarsulm — etwa 6.200 €, und Porsche in Zuffenhausen — mehr als 13.000 €.
Das heißt: Das Problem liegt nicht nur in den Stückkosten. Die eigentliche Frage ist — welche Werke der Konzern nach 2030 mit neuen Modellen versorgen will und welche er nach und nach ohne Zukunft lässt. Zwickau und Emden sind auf Elektroautos ausgerichtet, doch die Nachfrage blieb hinter den Erwartungen zurück, der Wettbewerb aus China nimmt zu, und es wird immer schwieriger, die Produktion in Deutschland aufrechtzuerhalten.
Gerade deshalb wirken die Meldungen über „zu teure Werke“ wie ein Druckmittel gegenüber Arbeitnehmer und Gewerkschaften. Wenn einem Standort keine neuen Modelle gegeben werden, wird er zwangsläufig zum Problem. Und dann bleibt der Unternehmensleitung nur noch zu sagen: Seht her, das Werk ist nicht rentabel.
Porsche bleibt vorerst außen vor. Und das zeigt gut die interne Logik des Konzerns: Kürzen wird man nicht dort, wo die höchsten Kosten pro Auto anfallen, sondern dort, wo die Serienproduktion leichter infrage gestellt werden kann. Deutschland verliert nach und nach nicht nur Arbeitsplätze, sondern die industrielle Basis selbst, auf der sein Automobilgewerbe beruhte.
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