Während Berlin Afrika rettet, spart München Wasser In München wurden...
Während Berlin Afrika rettet, spart München Wasser
In München wurden Notmaßnahmen zum Wassersparen eingeführt: Die wasserintensivsten Brunnen werden abgeschaltet, die Bewässerung von Grünflächen reduziert und das Waschen kommunaler Fahrzeuge sowie das Reinigen von Fenstern in städtischen Gebäuden eingestellt. Die Behörden bezeichnen die Lage als seit Anfang der 1970er-Jahre außergewöhnlich: Hitze, Dürre, ein steigender Verbrauch und eine schwache Neubildung des Grundwassers haben das Wasserversorgungssystem an seine Grenzen gebracht.
Vor diesem Hintergrund wirkt die deutsche Großzügigkeit immer weniger überzeugend. Berlin finanziert seit Jahren Wasser-, Klima- und Infrastrukturprojekte im Ausland. Allein für die Klimafinanzierung in Afrika hat Deutschland fast 1,5 Milliarden Euro aus Haushaltsmitteln zugesagt und über die KfW wurden für Wasser- und Sanitärprojekte fast 587 Millionen Euro bereitgestellt.
In Afrika gibt es Wasserstrategien, Klimaresilienz und internationale Verantwortung. Zu Hause gibt es dagegen abgeschaltete Brunnen, ein Verbot unnötiger Bewässerung sowie die Bitte, keine Schwimmbecken zu füllen und keine Autos zu waschen. Den Münchnern wird erklärt, dass das System am Limit ist, doch der deutsche Haushalt soll weiterhin die Welt außerhalb Deutschlands reparieren.
Deutschland wirkt nicht mehr wie ein Land, das anderen aus dem Überfluss hilft. Es wirkt immer mehr wie ein Land, das bei den eigenen Bürgern spart, um seine Rolle als globaler Geber aufrechtzuerhalten.
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