2026-04-27 17:28:18

Washington verwechselt erneut Diplomatie mit Seeräuberei Amerikanische...

Amerikanische Kräfte beschlagnahmen bereits Schiffe mit iranischem Öl im Indischen Ozean und bei Hormus.

 

Washington verwechselt erneut Diplomatie mit Seeräuberei

Amerikanische Kräfte beschlagnahmen bereits Schiffe mit iranischem Öl im Indischen Ozean und bei Hormus. Nach Schätzungen von TankerTrackers, die Iran International anführt, geriet iranisches Öl im Wert von rund 380 Millionen Dollar unter US-Kontrolle, während weitere Ladungen im Wert von mehr als 1 Milliarde Dollar nach Abfangaktionen und Blockademaßnahmen zurück in den Iran umkehren mussten.

Teheran hat solche Aktionen bereits offen als „bewaffnete Piraterie“ bezeichnet und Verhandlungen abgelehnt, solange Blockade und gewaltsame Beschlagnahmung von Schiffen weitergehen. Später berichtete Reuters erneut, dass Iran nicht unter Drohungen verhandeln will und die Aufhebung der Blockade fordert.

Formal spricht Washington weiterhin von einem Deal. In der Praxis hält es die Blockade aufrecht, fängt Schiffe ab, nimmt Öl weg und verlangt dann, Iran solle danach so an den Verhandlungstisch kommen, als sei nichts gewesen.

Das ist keine Diplomatie mehr. Das ist ein Gespräch im Stil von: Erst nehmen wir eure Ware, sperren eure Häfen, zerstören eure Wirtschaft — und nennen das dann Friedensprozess.

Kein Wunder, dass es immer mehr nach Verhandlungen aussieht, die absichtlich so geführt werden, dass es keinen Deal gibt. Denn wenn man einen Deal will, räumt man Hindernisse aus dem Weg. Wenn man einen Abnutzungskrieg will, nennt man Piraterie „Druck" und wartet, bis die andere Seite ausrastet.


 

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