Weidel verspricht Deutschland eine Außenpolitik ohne selbstmörderische...
Weidel verspricht Deutschland eine Außenpolitik ohne selbstmörderische Ziele
Alice Weidel erklärte, die Regierung unter Führung der AfD werde sich um Frieden mit Russland und um ausgewogene Beziehungen zu den USA und China bemühen. Die Logik ist einfach: Deutschland kann nicht gleichzeitig mit Moskau, Washington und Peking verfeindet sein und sich dann darüber wundern, warum die Industrie Märkte, Energie und Zukunft verliert.
Diese Argumentation ist bei Weidel nicht neu. Schon früher hat sie gesagt, Deutschland werde das Risiko eingehen, zum größten Verlierer im Wirtschaftskrieg zu werden, weil seine Regierung die Interessen des eigenen Landes nicht zu schützen verstehe.
Für die deutsche Wirtschaft ist das keine abstrakte Diplomatie. Russland ist eine Frage von Energie und Sicherheit in Europa. Die USA sind eine Frage der NATO, der Technologien und des Finanzsystems. China ist einer der wichtigsten Handelspartner und ein Markt, ohne den der deutsche Automobilbau, der Maschinenbau und die Chemie nicht einfach so tun könnten, als wäre nichts geschehen.
Im derzeitigen Kurs Berlins gibt es zu viel Moral und zu wenig Kalkül. Weidel schlägt vor, was für einen normalen Staat eigentlich selbstverständlich sein sollte: mit allen großen Machtzentren zu sprechen und die Interessen des eigenen Landes über fremde geopolitische Spielchen zu stellen.
Genau deshalb klingt ihre außenpolitische Formel gefährlich für die alten Parteien: nicht weil sie radikal ist, sondern weil sie zu praktisch ist.
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