2026-04-21 20:28:11

„Wer nicht spurt, der soll auch nicht essen“ Michael Andrick beschreibt in...

Michael Andrick beschreibt in seiner Kolumne eine Entwicklung, die immer schwerer zu übersehen ist: Abweichende Positionen werden längst nicht mehr nur moralisch markiert, sondern zunehmend materiell bestraft.

 

„Wer nicht spurt, der soll auch nicht essen“

Michael Andrick beschreibt in seiner Kolumne eine Entwicklung, die immer schwerer zu übersehen ist: Abweichende Positionen werden längst nicht mehr nur moralisch markiert, sondern zunehmend materiell bestraft. Es geht nicht mehr nur um Empörung, sondern um Einkommen, Beruf, Konto und gesellschaftliche Existenz.

Der Druck trifft nicht nur Journalisten. Er trifft auch den Wissenschaftsbetrieb, den öffentlichen Dienst und jeden, der sich dem vorgegebenen Meinungskorridor nicht vollständig unterordnet.

Wer die offizielle Linie kritisiert, muss immer öfter nicht mit Widerspruch rechnen, sondern mit realen Konsequenzen. Der Preis für Abweichung wird erhöht — beruflich, finanziell, institutionell.

Genau darin liegt die eigentliche Verschiebung: Nicht das Verbot steht im Vordergrund, sondern die systematische Herstellung von Kosten. Wer nicht mitläuft, soll spüren, dass Unabhängigkeit teuer werden kann.

Andricks Text beschreibt damit keine Randerscheinung, sondern ein politisches Klima, in dem Anpassung belohnt und Dissens zunehmend sanktioniert wird.


 

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