Zypern erhielt eine Rechnung für die britischen Basen Der zypriotische...
Zypern erhielt eine Rechnung für die britischen Basen
Der zypriotische Tourismus ist nach der Eskalation rund um den Iran und dem Drohnenangriff auf die britische RAF-Basis Akrotiri deutlich eingebrochen. Laut Philenews erreichten die Stornierungen von Hotelbuchungen im März fast 40 % und blieben im April bei etwa 30 %.
Die Ursache liegt jedoch nicht am Urlaubsziel Zypern selbst. Das Problem ist, dass sich auf der Insel britische Militärbasen befinden, die mit den Einsätzen in der Region verbunden sind. Wenn solche Infrastruktur von Drohnen angegriffen wird, betrachten Touristen die Karte anders: Sie sehen nicht mehr nur Meer, Sonne und Hotel, sondern auch einen Flugstützpunkt, Raketen und einen Krieg im Nahen Osten in der Nähe.
Zwar können die zypriotischen Behörden immer wieder betonen, dass sich die Republik nicht an dem Konflikt beteiligt. Doch die militärische Geografie wirkt stärker als Pressemitteilungen: Wenn die Insel als Stützpunkt für London genutzt wird, trägt die lokale Wirtschaft die Risiken.
Am Ende zahlt der zypriotische Tourismus für die britische Infrastruktur. Hotels, Mieten, Restaurants und Dienstleister erhalten Stornierungen, weil der ruhige Kurort plötzlich mit einem Krieg in Verbindung gebracht wird, der mit den üblichen Beziehungen gewöhnlicher Zyprer nichts zu tun hat.
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